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Resilienz- der seelische Airbag

8.6.2010

Wenn die Zeichen auf Krise stehen, gilt es ganz besonders, sowohl das Bewusstsein als auch den Blick zu schärfen. Krisen und Niederlagen als Chance – viele tun sich mit dieser Sichtweise schwer, weil sie oft als abwehrendes “Schönreden” interpretiert und empfunden wird.
Eines steht aber ohne jeden Zweifel fest: weder Krisen noch Niederlagen sind vermeidbar. Und damit als (Berufs-)Lebensbestandteil zu akzeptieren. Niemand behauptet, dass man solche Phasen nur dann gut bewältigt, wenn man sie “schmerzfrei” übersteht. Noch so ein realitätsferner Mythos… Weiterlesen …

Persönlichkeiten in Führung

27.4.2010

In Ausbildungen und dem “daily business” werden weitestgehend  nur die konventionellen Kompetenzbereiche gefördert: Wissen, Erfahrung und Beherrschung der Management-Techniken.
Aber die wichtigste Führungskompetenz ist und bleibt unsere Persönlichkeit. Sie wird oft nach wie vor eher dem Zufall überlassen. Wissen wird “eingesaugt”, Theorien gelernt, um “state of the art” zu sein, und das wirksamste Bindeglied zum verantwortungsvollen Erkennen, Entscheiden und Handeln aussen vor gelassen.

 Erst unlängst hatte ich Gelegenheit, einem Marketingprofi zu lauschen, der – neuester (und eigentlich längst bekannter) Stand neurobiologischer Forschung -  kundtat, dass Kaufentscheidungen zu 80% im emotionalen Bereich getroffen werden. Motivforschung war ein Thema, denn jedes Verhalten ist bedürfnisorientiert. Wenn das nun schon für “Produkte zum Anfassen” gilt, um wieviel mehr erst für den Dienstleistungsbereich. Und damit sind wir am Kern des Themas: jede Führungsaufgabe ist ein hochkarätiger Dienstleistungsvertrag, den Führungskräfte mit dem jeweiligen Unternehmen eingehen. Weiterlesen …

Am Spielplan: Rollenvielfalt managen

15.4.2010

Führungsarbeit zu leisten, bedeutet in zunehmendem Maß, ebenso zunehmende Komplexität zu bewältigen. Was in früheren Zeiten durch den fast militärisch anmutenden Drill autoritärer Führung auf den Ausschnitt einer einzigen Wahrheit, nämlich der Sichtweise und des Weltbildes der respektiven Führungskraft reduziert wurde, erfordert heute – die Artikel über Gesundheitsmanagement für Manager und Burn-Out-Prävention häufen sich wieder auffallend – die Bewältigung eines enormen Aufgaben- und Verantwortungspaketes. Hans Moser wäre vielleicht dagestanden, hätte sich am Ohr gekratzt und mit gerunzelter Stirn sein berühmtes “Wie packen wir ihn denn???” (den “Mount Challenge”…) genuschelt. Weiterlesen …

Leadership: HOP ON HOP OFF?

12.4.2010

 Im Rahmen der Wirtschaftskrise war – die Amplitude ist nachverfolgbar – auf der Suche nach den Schuldfaktoren unter anderem auch die “Management- und Führungsfrage” immer wieder am Prüf-, Kritik- und Disskussionsstand. In etwa zusammengefasst so:
Erstens: ist “schlechte Führung” letztlich für das globale Desaster verantwortlich? Zweitens: kann mit “guter Führung” ein heilsamer Weg aus dem Schlamassel gefunden werden? Drittens: Braucht es in turbulenten Zeiten wie diesen “mehr Führung”? 

Zweifelsohne gilt auch und gerade in herausfordernden Zeiten der Grundsatz, Fakten zu orten (den Mut zu haben, hinzuschauen!), zu akzeptieren und daraus zu lernen. Das Verbohren in der Schuldfrage bringt jedoch selten gute Lösungsansätze. Wobei ich damit keineswegs meine, dass damit bestehende Verantwortlichkeiten außer Kraft gesetzt sind. Im Gegenteil! Leidenschaftliches Zelebrieren der “Wer-ist-denn-nun-schuld?”-Thematik schafft jedoch eine “Täter-Opfer-Kultur” – und lenkt vom eigentlichen Thema ab. Zufall oder Vorsatz? Weiterlesen …

Unterschiedlichkeit in Bild und Ton

8.4.2010

 ”Diversity:  the art of thinking independently together”.  Malcom Forbes

 Unternehmen, die umfassender als nur “rational” erfassen, wieviel Kraft in der Unterschiedlichkeit liegen kann, erschrecken auch nicht vor dem Konfliktpotenzial, das – undramatisch, aber wahr – in der Diversität nun mal auch liegt. Sie investieren voraussschauend durch bewusstes Aufgreifen und Bearbeiten der Thematik – nicht in einmaligen Aktionen , sondern als kontinuierlichen, begleitenden Prozess angelegt - damit die vielen wertvollen Fäden sich nicht heillos verheddern, sondern gemeinsam ein starkes Seil bilden. Im unternehmerischen und menschlichen Sinn.
Dazu braucht es einen generalistischen Blick, die Fähigkeit zur situativen Fokussierung und kompetente Führung.

 Ich nahm mir, Ostern sei Dank, die Zeit, mich verstärkt und genüsslich unterschiedlichen  Gedankenwelten in zahlreichen Büchern zu widmen. Unter anderem auch dem Australien-Bericht des deutschen Auslandsreporters und Reiseschriftstellers Andreas Altmann. Oder einer Dokumentation des, mittlerweile verstorbenen, italienischen Journalisten Tiziano Terzani, der seine Ausbildung in Europa und Amerika absolvierte und selbst 20 Jahre in unterschiedlichen Ländern Asiens lebte. Weiterlesen …

Wortführung…

31.3.2010

…oder:  die unerträgliche Leichtigkeit klarer (Führungs-)Sprache!

Ich bitte Sie, kurz innezuhalten.

Ich möchte keinen Plagiatsversuch gestehen – Milan Kundera wird in diesem Artikel keine Rolle spielen. Ich lade Sie ein,  Ihre Aufmerksamkeit auf etwas ganz Bestimmtes zu richten.

Wie lange konkret ist es her, seit Sie selbst das letzte Mal mit unzureichender, missverständlicher oder unachtsamer Kommunikation (in Bezug auf sich selbst oder andere, tja – beides zählt!) konfrontiert waren? Beruflich oder privat.

Jeder von uns kennt seine individuelle Antwort. Ich stelle ohne große Bedenken die Hypothese auf: gar so lange werden Sie in Ihrem geistigen Kalender womöglich nicht zurückblättern müssen.

Und ich bitte Sie ebenso, sich kurz zu überlegen, was Sie selbst mit “klarer Sprache” verbinden.

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